Medienkompetenz von Anfang an – Grundschule Thyrnau setzt auf Digitaltraining

Medienkompetenz von Anfang an – Grundschule Thyrnau setzt auf Digitaltraining

Medienkompetenz von Anfang an – Grundschule Thyrnau setzt auf Digitaltraining

Von Dionys Asenkerschbaumer

Thyrnau. Auf Initiative des Elternbeiratsvorsitzenden der Grundschule Thyrnau, Sebastian Dillinger, sowie von Schulleiterin Anja Ott erhielten drei Klassen am ersten Schultag nach den Osterferien ein Digitaltraining. Referentin war die Münchner Digitaltrainerin Laura Tzanev, die bayernweit an Schulen tätig ist.

In ihren Workshops vermittelt sie Medienkompetenz und spricht über Smartphones, soziale Medien, Gaming und Künstliche Intelligenz. Die Kinder lernen unter anderem, Fake News und KI-generierte Bilder zu erkennen und reflektieren, welche Daten sie online preisgeben sollten. In Thyrnau nahmen zwei dritte und eine vierte Klasse teil. Die Schülerinnen und Schüler absolvierten zwei Unterrichtseinheiten, begleitet von ihren Klassenlehrerinnen Frau Veit, Frau Hellge und Frau Kittl.

Im Durchschnitt besitzt bereits fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen ein eigenes Smartphone. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, frühzeitig über einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sprechen.

Für Sebastian Dillinger, IT-Fachmann und Vater zweier Kinder, war es daher ein besonderes Anliegen, dieses Thema voranzubringen. Aus eigener Erfahrung kennt er die Herausforderungen der Medienerziehung. Viele Eltern, so Schulleiterin Anja Ott, seien sich der Bedeutung dieses Themas noch nicht ausreichend bewusst. Die Nutzung von Smartphones beginne immer früher: Bereits im Kindergarten hätten manche Kinder erste Erfahrungen mit solchen Geräten, berichtet Laura Tzanev. Typische Plattformen im Grundschulalter seien WhatsApp und YouTube, zunehmend aber auch Instagram und TikTok. In sogenannten Klassenchats „geht es richtig ab“, berichtet sie. Neben reger Kommunikation kommt es dort aber auch zu Beschimpfungen und Beleidigungen. Zudem würden dort auch problematische Inhalte geteilt bis hin zu pornografischen Inhalten. Umso wichtiger sei es, so das Resümee der Verantwortlichen, das Thema soziale Medien kontinuierlich zu begleiten, da es sich um ein neues und zentrales Feld der Erziehung handle.

Aus diesem Grund organisierte man am selben Tag noch einen Elternabend zum Thema „Kinder und soziale Medien“ mit Digitaltrainerin Laura Tzanev, bei dem neben sachlicher Information und konkreten Tipps auch eine intensive Diskussion geführt wurde. „Eltern, Schulen und Politik müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen!“, so die Überzeugung von Lauta Tzanev. „Eltern, indem sie digitale Nähe und Vertrauen schaffen. Schulen, indem sie Medienkompetenz systematisch vermitteln. Politik, indem sie Regulierung und Schutzrahmen setzt.“

 

 

Digitaltrainerin Laura Tzanev, Schulleiterin Anja Ott und Elternbeiratsvorsitzender Sebastian Dillinger mit Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassen. Die drei Klassen verfolgten das Training zwei Schulstunden lang mit großem Interesse. Foto: Dionys Asenkerschbaumer


Grundschule Thyrnau
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